Pizzo Camino…

…sollte heute der Berg sein, der von uns bestiegen werden sollte. Da es Lotte noch immer nicht einwandfrei ging, sie zumindest noch etwas gehumpelt ist, sind wir mit ihr früh am Morgen, gegen halb sieben zum Lago Moro gefahren und haben sie etwas schwimmen lassen. Danach gab es für uns erstmal Frühstück und gegen 10 Uhr sind wir dann losgefahren.

Wir wollten nicht so weit weg von unserem Ort und haben uns daher den Pizzo Camino ausgesucht. So sind wir mit dem Auto nach Schilphario gefahren, von wo unsere Route dann starten sollte. Thomas hat die Führung heute übernommen und dies war sicher auch der Grund, warum wir uns auf der Tour mehrfach verlaufen haben 😉 Wir sind direkt zu Beginn falsch gelaufen – haben uns jedoch einfach auf den „Weg“ (der gar keiner war!!!) eingelassen, anstatt uns zu überlegen, dass dies so nicht sein kann, da dort kein Mensch durchkommt. Wir sind daher tatsächlich über Stock und Stein – um vorwärtszukommen mussten wir mehrfach den Bach durchqueren und durch hüfthohe Sträucher durch. Gut, dass wir zwischenzeitlich Wanderstöcke (also einfach Stöcke ;)) gefunden hatten! Irgendwann haben wir dann entschieden, dass wir so eben nicht weiterkommen und sind einfach mal den Hang hinauf, was ganz schön abenteuerlich war. Und oben war dann tatsächlich der Weg. Ein 3 Meter breiter, ganz normaler Weg. Ok, er war steil – aber wenigstens eindeutig als Weg erkennbar! 🙂

So sind wir dann also endlich den richtigen Wanderweg gelaufen und haben uns dann auch – zumindest eine Zeitlang – strikt an den Markierungen orientiert.

Das Wetter war wirklich den ganzen Tag bis dahin toll und es war auch nichts an Regen oder ähnlichem angesagt. Hinter den Bergen, auf die wir quasi zuwanderten, kam jedoch mit einem Mal riesige dunkle Wolken hervor und schneller als wir gucken konnten, fing es dann auch schon an zu gewittern. Wie aus dem Nichts! Da wir vor ungefähr 15 Minuten an einer Art Hütte an so einer Erhöhung vorbeigelaufen sind, war unser Plan, dorthin schnell wieder zurückzukehren. Also sind wir rasant wieder bergab gelaufen. Da das Gewitter jedoch immer schlimmer wurde und Donner und Blitz sich immer schneller abwechselten, sind wir dann an so einer kleinen Stelle stehengeblieben und haben unter einem Baum Brotzeit gemacht. Es hat dann auch relativ schnell wieder aufgehört, nur noch etwas weiter geregnet. Somit haben wir dann unsere Pause etwas länger gemacht, bevor wir weitergelaufen sind.

Nach ca. einer Stunde, die wir weiter hinauf gewandert sind, war es wieder sofort. Wir hatten uns erneut verlaufen. Auch hier hätte uns auffallen müssen, dass es viel zu anstrengend war, vorwärts zu kommen, als das hätte ein normaler Wanderweg sein können. Es war hier so steil, wir sind über einen Mix aus Steinen und Matschhang (nun auch durch den Regen) gelaufen, dass es wirklich lange gedauert hat, bis wir hier wieder runter gekommen sind. Auf dem Rückweg haben wir dann natürlich auch die Markierung entdeckt und den Weg, den wir hätten einschlagen müssen.

Da es mittlerweile jedoch schon 15 Uhr war und wir noch immer nicht oben angekommen sind, haben wir dann beschlossen zurückzugehen. Noch so eine unerwartete Überraschung oben in den Bergen oder im Dunkeln hinab zu laufen, stand sicher nicht auf unserer Liste 😉 Somit sind wir dann ganz gemütlich erstmal wieder zur Erhöhung – Malga Voia – zurück, an der auch das Häuschen stand und Thomas ist dort erstmal eine Runde mit der Drohen geflogen. Das Video dazu könnt ihr euch hier anschauen:

Kurz nachdem der Akku der Drohne leer und somit die Fliegerei vorbei war, kamen drei Hunde aus der Hütte auf uns zugestürmt. Die drei waren alle so süß, besonders ein kleiner, der dabei war, war unheimlich verspielt und ist auch auf mehrfaches Rufen seines Herrchens überhaupt nicht zurück, sondern hat uns von oben bis unten abgeschleckt und ist um uns rumgesprungen.

Nach unserer Pause sind wir also gemütlich wieder hinabgestiegen und dadurch, dass wir wirklich ständig tolle Aussichten genießen konnten, war es auch gar nicht schlimm, nicht bis auf die Spitze gekommen zu sein. Wir sind dann nach Hause gefahren, haben direkt Lotti eingepackt und sind nochmal an den See gefahren, wo sie wieder stundenlang ihre Runden gedreht hat. Somit waren wir gegen 21 Uhr alle ziemlich kaputt und wir haben uns diesmal dann zwei Pizzen in unserem Restaurant, welches an die Unterkunft angeschlossen ist, geholt und diese auf unserem Zimmer gegessen. Es war ein wirklich toller Tag!

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