12. Tag – Trekking Tour zum Sonnenaufgang auf den Mount Batur / Bali

Der Tag begann heute sehr früh für uns – genau gesagt um 1 Uhr. Für mich ist das nicht so das große Problem, aber Thomas musste ich schon ziemlich aus dem Bett schmeißen, damit er sich mal unter die Dusche bewegt hat. Beide dann – zumindest halbwegs wach – haben wir unsere Sachen zusammengepackt: warme Kleidung, Wasser, natürlich die Kamera und etwas Süßes, wenn die Kräfte nachlassen. Es gibt sicherlich sinnvollere Nahrung, aber das war das einzige, was wir noch hatten 😉

Sehr pünktlich um zwei Uhr wurden wir von einem Fahrer abgeholt und irgendwie lief dann alles etwas anders als wir dachten. Bei der Kommunikation mit den Mädels und der Gruppe, die wir eigentlich waren, gingen wir alle davon aus, dass wir gemeinsam einen Fahrer haben und die Tour eben gemeinsam erleben. Denkste! Das Chaos ging nun los. Wir sind abgeholt worden und dann weitergefahren zu den nächsten Homestays und haben weitere Mädels eingesammelt. Jedoch niemand den wir „kannten“, bzw. erwartet haben. Als unser Auto voll war, hat unser Fahrer auf einmal einen Fahrstil an den Tag gelegt, dass wir es echt mit der Angst zu tun bekommen haben. Dennoch waren wir uns alle unsicher, etwas zu sagen – aber als wir gerade darüber gesprochen haben, wie wir ihn dazu kriegen, normal zu fahren, haben wir auf einmal angehalten. Wir kamen an eine – naja nennen wir es mal „Bude“, an der es dann für jeden Kaffee oder Tee gab. Dies war im Tourpreis inbegriffen, sodass wir hier nichts zahlen mussten. Unser Fahrer hat uns rausgeschmissen und ist nochmal losgefahren, weil er noch jemanden holen musste.

Irgendwie hatte man das Gefühl, mitten in der Nacht ein halbes Dorf aufzuscheuchen, weil so viel Trubel dort war und der Kaffee, bzw. der Tee mit so viel Hektik verteilt wurde. Interessieren würde uns ja, ob dieses Café oder was auch immer es war, nur für dieses Event jede Nacht existiert oder ob da tagsüber auch was los ist. Nach gut einer halben Stunde ging es dann weiter und wir mussten auch wieder zu „unserem“ Fahrer. Allerdings war dies ein Unterschied wie Tag und Nacht – der Fahrer ist ganz umsichtig und normal gefahren – wir haben uns dann also wieder sicher gefühlt. Am Ausgangspunkt für die Tour nach ca. 45 Minuten angekommen, haben wir zunächst von unserem Fahrer Wasser, das Frühstück (Toast und Ei) und für den direkten Hunger einen Bananenpancake bekommen. Dann haben wir zwei Guides an die Seite gestellt bekommen und dann ging es in unserer Gruppe auch schon los. Wir waren 3 Paare – noch ein weiteres aus Deutschland und ein Paar aus der Schweiz – alle gewappnet mit einer Taschenlampe und los ging die Tour.

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Relativ lange sind wir noch „normal“ gelaufen, also nicht bergauf und das wirklich in stockfinsterer Nacht. Man hat lediglich etwas im Taschenlampenstrahl erkannt und wenn man den Berg hochgeschaut hat, ganz viele Lichter gesehen von Menschen, die bereits viel weiter waren als wir. So sind wir also – ein Guide am Anfang unserer Truppe und ein Guide am Ende – ca. 2 Stunden dort hochgelaufen. Wir haben zuvor unterschiedliche Dinge über den Aufstieg gelesen, von „es ist nicht soooo schwer“ bis hin zu „mega anstrengend“ und müssen sagen, dass wir die Tour wirklich nicht anstrengend fanden. Ja, auch wir haben geschwitzt als wir oben angekommen sind, aber die Tour ist wirklich absolut machbar (auch wenn man nicht so fit ist) und auf Grund dessen, dass so viele Menschen dort hochlaufen, kann man teilweise gar nicht so schnell laufen, sondern muss sich der Geschwindigkeit etwas anpassen. Da wir eine recht fitte Gruppe waren, wären wir sicher schneller oben gewesen;)

Schon kurz bevor wir ganz oben angekommen sind, hat sich der Horizont leicht rötlich verfärbt und manche Guides wurden schon etwas hektisch (vielleicht hatten die nicht so fitte Leute, die sie noch rechtzeitig zum Sonnenaufgang hochtreiben mussten ;)). Kurz danach kamen wir jedoch oben an und es war noch ein wenig Zeit bis zum Sonnenaufgang, sodass wir uns erstmal einen heißen Tee geholt haben. Hier hat es nämlich wirklich stark gewindet und kalte Luft auf frischen Schweiß ist wirklich, wirklich kalt. Also solltet ihr die Tour machen wollen, missachtet nicht die Hinweise „warme Sachen einpacken“. Wir waren froh um jedes Kleidungsstück, dass wir mitgenommen hatten.

Danach haben wir einfach genossen. Als sich die Sonne gezeigt hat, ging der Sonnenaufgang wirklich sehr schnell, aber früh aufzustehen und hier hochzulaufen hat sich definitiv in diesem Moment am meisten gelohnt! Es war so toll mit dieser Aussicht den Sonnenaufgang zu sehen und auf sich wirken zu lassen.

Durch die Sonne wurde uns dann natürlich auch schnell wieder warm und wir konnten den tollen Ausblick auf den Mount Agung und den Lake Batur und die umliegende Natur noch ein wenig genießen, bevor uns dann der Abstieg bevorstand.

Wir dachten tatsächlich, der Abstieg geht vielleicht etwas schneller, aber da haben wir uns getäuscht. Es war wirklich anstrengend, alles wieder hinabzugehen, bzw. auch etwas „anstrengend“ sich immer an den anderen zu orientieren, die einfach ein anderes Tempo an den Tag gelegt haben. Es ist wirklich Wahnsinn, wie viele Menschen dort pro Tag anscheinend diese Tour machen. Während dem Aufstieg hat man dies auf Grund der Dunkelheit gar nicht so wahrgenommen, oben angekommen vergisst man es, weil es einfach so schön ist, aber während dem Abstieg sind uns die ganzen Menschen dann so wirklich aufgefallen. Zum Glück verliert sich dass dann aber etwas, da man ab einem gewissen Punkt unterschiedliche Wege für den Abstieg nutzen kann. Gegen 8 Uhr waren wir dann zurück an unserem Auto und wurden von unserem Fahrer dann auch wieder in unser Homestay gefahren. Dort angekommen haben wir noch lecker gefrühstückt, bevor es dann erst nochmal ein paar Stunden für uns ins Bett ging.

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