Tag 17 – 22 Entspannung pur auf Gili Air – ein kleines Paradies!

Wir hatten in unserem Homestay die Speedboat-Fahrt auf Gili Air gebucht und sollten um sieben Uhr von unserem Fahrer abgeholt werden. Eigentlich gibt es Frühstück erst ab sieben, aber unsere Gastgeberin hat uns dieses dann extra schon um 06:15 zubereitet (absoluter Pluspunkt, weil wir beide ohne Frühstück – das will man niemanden zumuten ;)). Ein anderes Pärchen war auch so früh beim Frühstück, sodass wir direkt ins Gespräch gekommen sind – und siehe da, sie haben die gleiche Fahrt gebucht. So haben wir dann die ganze Zeit noch gequatscht, bis uns dann der Fahrer um halb acht abgeholt hat. Wir wurden dann nach Padang Bai gefahren, wo all die Speedboats zu den Gili Inseln oder auch nach Lombok abfahren.

Hier die Bucht von Padang Bai

Dann läuft zunächst für alle das Prozedere gleich ab – man geht mit seiner Quittung zu einer Art „check-in“, bekommt dann einen Aufkleber, den man sich aufs T-Shirt macht, auf dem die Insel steht, zu der man möchte. Man kann natürlich auf alle 3 Gilis fahren oder auch direkt nach Lombok. Außerdem bekommt man so kleine Anhänger, die an das Gepäck gemacht werden – damit auch dieses gekennzeichnet ist und nicht auf einer falschen Insel landet 😉 Wir hatten also vorab die Qual der Wahl, ob wir auf Gili Trawangan, Gili Meno oder Gili Air fahren sollen und haben uns etwas eingelesen und auch bei anderen Reisenden umgehört. Auf Grund von wohl angeblich viel zu viel Party, überzogenen Preisen und lauten Australiern 😉 haben wir uns gegen Trawangan entschieden und Meno ist dann rausgeflogen, weil es wohl tatsächlich sehr, sehr ruhig sein soll und eher etwas für die Flitterwochen (in denen wir ja irgendwie sind, aber naja, wir können ja nicht acht Monate so reisen, als wären wir überall ständig in den Flitterwochen ;)) – also auf nach Gili Air!

Auf dem Deck des Speedboats!

Zunächst standen wir einfach nur herum und warteten auf die nächsten Anweisungen. Allerdings kamen immer wieder neue Boote, die jedoch uns irgendwie nicht mitnehmen wollten 😉 Wir standen also mit vielen anderen weiter rum (eigentlich sollte die Abfahrt gegen halb zehn erfolgen), bis dann einer endlich uns vorne zum Steg geschickt hat. Im ersten Moment wollten wir eigentlich lieber wieder umdrehen, denn das Boot, was gerade anlegte und uns mitnehmen sollte, war tatsächlich das kleinste, was bisher dort überhaupt aufgetaucht ist. Wir hatten vorab auch schon von einigen nicht so schönen Überfahrten und Problemen gelesen und gehört und als ich den Namen der Firma auf dem Speedboat gesehen habe (Wahana), wurde mir schlagartig klar, dass es diese Firma war und wäre wirklich am liebsten umgedreht 😉 Naja, aber alles ging so schnell, dass wir uns irgendwie gar keine Gedanken mehr machen konnten und schon waren wir drinnen. Es ging dann relativ langsam los und ja, man saust schon ganz schön durch die Wellen und ab und an gibt’s auch eine kleine Schräglage, aber alles in Allem war bei uns die Fahrt wirklich ok. Für Thomas war sie sogar noch grandioser, da er die Fahrt oben an Deck genossen hat! Nach der Fahrt war er allerdings wirklich komplett durchnässt! 🙂 Nach ca. 1 Stunde und 20 Minuten kamen wir auf Gili Air an. Komplett anlegen können die Boote auf Grund des Wasserstandes nicht – also muss man etwa im kniehohen Wasser aussteigen und die Rucksäcke werden an Land „geworfen“ 😉 Nachdem wir angekommen waren, haben wir uns unser Gepäck geschnappt und sind dann die 1,2 km zu unserer Unterkunft gelaufen.

Dort angekommen haben wir eine Bambushütte bezogen, in der wirklich nur eine Matratze mit einem Moskitonetz und ein Ventilator ist. Sonst nichts! Aber völlig ausreichend – sogar unsere Backpacks haben irgendwie Platz gehabt und normalerweise hält man sich dort ja wirklich nur zum Schlafen auf. Wir sind also direkt wieder los zum Strand (unsere Unterkunft ist quasi fast gegenüberliegend vom Hafen – also am anderen Inselende) und haben uns dort etwas Schatten gesucht und ab ins Wasser. Leider ist es an dieser Ecke eher zum „Planschen“ und Abkühlen (naja, wenigstens ganz kurz, bevor man merkt, wie warm es eigentlich ist ;)) und nicht so sehr zum Schwimmen geeignet. Allerdings haben wir direkt am ersten Abend erfahren dürfen, dass hier die Sonne wirklich wunderschön untergeht, denn kurz vor 18 Uhr wurde der Strand dann verhältnismäßig voll. Wir haben in den Tagen auf Gili Air wirklich tolle Sonnenuntergänge sehen dürfen – jedes Mal aufs Neue wieder unglaublich schön!

Am nächsten Tag haben wir zu Fuß die Insel erkundet, mehrmals die Drohne steigen lassen und einfach die Ruhe genossen und uns ein wenig erholt. Die letzten zwei Wochen haben wir durch unsere Städtetrips und auch in Ubud einfach wahnsinnig viel zu Fuß erkundet, viele Eindrücke sammeln dürfen, für die es nun an der Zeit war, verarbeitet zu werden!

Fast überall hat man solche gemütlichen Liegen/Sitze – genau wissen wir nicht, wie wir es beschreiben sollen, aber sie sind einfach mega gemütlich. Diese gehören natürlich immer zu kleinen oder größeren Bars – aber wir haben auf der kleinen Insel wirklich mit weitaus höheren Preisen gerechnet, als wir sie letztendlich vorgefunden haben. Wir haben auch hier frischen Saft zu umgerechnet einen Euro oder Pancakes zum Frühstück für 1,20 Euro bekommen. Also nicht teurer als in Ubud – dabei hat man dann doch eine etwas genialere und entspannendere Aussicht 😉

Natürlich konnten wir hier auch besonders viel die Drohne steigen lassen und wirklich tolle Aufnahmen machen – wir finden von den Farben des Wassers, der Aussicht und den süßen Booten kann man einfach nicht genug haben!

Blick auf die anderen beiden Gili Inseln und ganz am Ende sieht man sogar Bali!
..Gili Air in der Nähe des Hafens

Leider lag Thomas einen Tag komplett flach – ihm ging es richtig schlecht, sodass wir aus der Bambushütte nicht rausgekommen sind. Ich saß immer auf unserer kleinen Treppe davor und habe mal eine Cola, mal einen Tee geholt und ansonsten alle möglichen Tabletten verabreicht, die ich für sinnvoll gehalten habe 😉 Es hatte wenigstens etwas Gutes – nämlich, dass ich ein ganz liebes Mädchen getroffen habe, die wir dann auch auf Lombok wiedergetroffen haben 🙂

Am nächsten Tag ging es ihm nur kurz etwas besser, den Rest des Tages hat er dann wieder geschlafen. Zum Glück war dann den Tag darauf alles wieder in Ordnung, sodass wir dann einen ruhigen Strandtag eingelegt haben. Allerdings haben wir uns Fahrräder gemietet (pro Rad kam uns das dann 2 Euro am Tag) und sind an verschiedene Strände gefahren. Die ganze Insel kann man zu Fuß übrigens in ca. 1,5 Stunden umrunden.

Uns hat die Auszeit auf Gili Air wirklich sehr gut gefallen, allerdings glauben wir leider, dass es nicht mehr so lange paradiesisch sein wird und auch wir schon zu spüren bekommen haben, dass es sicher mal noch sehr viel schöner war. Nicht falsch verstehen – es ist traumhaft hier, man kann toll entspannen, es sich einfach gut gehen lassen, sehr gut Essen gehen, sich in ein Buch am Strand vertiefen oder gemütliche Strandspaziergänge machen, aber – ja es gibt dieses kleine aber, dass hier an so vielen Ecken und Enden gebaut wird. Wir fragen uns wirklich, warum es so zugebaut wird. Es kommen jetzt schon jeden Tag wirklich viele Menschen am Hafen in allen möglichen Booten an (hier ist wirklich reger Verkehr) – wie soll das aussehen, wenn erstmal all diese Baustellen fertig sind und dann ebenfalls Touristen beherbergen? Diese Sorge – dass diese kleine, paradiesische Insel vielleicht bald nicht mehr so paradiesisch sein wird, ist bei uns immer ein wenig im Hinterkopf umhergespukt.

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