Weiter an der Westküste Australiens – der Kalbarri Nationalpark und Shark Bay!

Nachdem wir nun bereits einige Tage unterwegs waren, stand für uns als nächstes der Kalbarri Nationalpark auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin ist dann das passiert, was ja mal passieren musste – ich habe doch tatsächlich unsere Katie festgefahren. Alles ging so schnell – ich bin sehr langsam gefahren, da es langsam anfing zu dämmern und man da besonders auf all die Tiere aufpassen muss und zudem haben wir die Aussichten einfach genossen. Und auf einmal war er da. Der riesige Adler. Einfach so. Saß auf einem Ast und wir waren beide so angetan von diesem Tier und wollten anhalten und nochmal genauer schauen. Also ist Thomas schon halb aus dem Auto gehüpft und ich bin einfach an die Seite gefahren – die war dann viel sandiger als sie aussah und schwupp – Katie kam nicht mehr weg.

Der Adler war natürlich weg 😉 Zum Glück standen wir allerdings keine Minute alleine dort rum, da hat schon ein netter Australier angehalten und hat versucht uns zu helfen. Er und Thomas haben gebuddelt, was das Zeug hält und immer wieder versucht irgendwie herauszukommen, aber es ging nicht. Dann sind vier Mädels angehalten und wir haben versucht zu sechst anzuschieben als schon der nächste angehalten hat. Dieser hat sich nur kurz vorgestellt und schon das dicke Seil rausgeholt und innerhalb der nächsten Minute waren wir dann wieder auf der Straße! Danke an die lieben Menschen an dieser Stelle, die uns direkt geholfen haben! Somit ging es dann zu einem schönen Platz an dem wir stehen konnten und am nächsten Tag haben wir den Kalbarri Nationalpark erkundet.

Diese tollen Aussichtspunkte kann man alle anfahren und dort müssen dann nur noch kleine Wege zurückgelegt werden oder man entscheidet sich dort dann für einzelne Wanderungen. Da es an diesem Tag wirklich sehr windig war, sind wir nicht viel gewandert, sondern nur etwas an der Küste entlanggelaufen und haben die Aussichten genossen. Bis wir von einer netten Frau darauf aufmerksam gemacht worden sind, dass sie bereits Wale gesehen hat. Also – ausgeharrt und Augen auf. Und siehe da – wir haben wirklich welche gesehen! Immer nur kurz und weit weg, aber wir haben uns gefreut wie kleine Kinder. Unsere ersten Wale in freier Wildbahn! Einen ganz ausführlichen Bericht, welche Punkte wir genau angefahren haben, wo wir übernachtet haben, etc. folgen noch in Beiträgen, die dann unseren ganzen Roadtrip umfassen. Die gibt’s dann erst, wenn wir wieder mehr Zeit haben – nach unserer Reise zum Beispiel 😉

Wir haben übrigens 12 Dollar (ca. 8,50 Euro) Eintritt für den Park gezahlt. Man zahlt hier immer pro Auto und nicht pro Person. Leider hatten wir viel zu spät gesehen, dass man für 44 Dollar, also ca. 30 Euro) einen Pass erwerben kann, mit dem man vier Wochen durch alle Nationalparks in Western Australia fahren kann. Also lohnenswert, sobald man den vierten Park anfährt 😉

Der Kalbarri Nationalpark besteht – wie ihr auch auf den Bildern erkennen könnt – sozusagen aus zwei Landschaftsformen. Die Küste, an der wir auch die Wale gesehen haben, kurz vor dem Städtchen Kalbarri (die wir übrigens nicht sehr sehenswert fanden) ist die eine und die andere, die rot-weiß-gestreifte Schlucht, die den Murchison River umschließt. Wir waren so beeindruckt von den Gesteinsformationen – es sah so unglaublich toll aus. Wir saßen lange da und haben einfach nur auf den Fluss hinabgeschaut und die Umgebung auf uns wirken lassen. Zudem kann man auch hier wieder überall tolle Wildblumen entdecken!

Weiter ging es dann für uns nach Shark Bay. Wir hatten viel gelesen, viel gehört, uns erzählen lassen und selbst recherchiert. Also dorthin! Es ist auf dem Weg in Richtung Norden ein Umweg den man fahren muss und zudem gibt es dort keinerlei freien Plätze und die Ranger sollen hier sehr streng durchgreifen, sodass man eigentlich nur die Möglichkeit hat, an einem Tag hin- und auch wieder wegzufahren oder eben einen kostenpflichtigen Platz aufzusuchen. Wir haben die erste Variante gewählt 😉 Wir würden es aber in jedem Fall wieder so machen, es sei denn man kann dort in den Nationalpark fahren – dann mehr Zeit einplanen. Für uns war dies nicht möglich, da man in diesen nur mit einem Allradantrieb fahren kann.

Als erstes sind wir Monkey Mia angefahren. Es wurde uns kurz zuvor noch empfohlen und man zahlt dort 12 Dollar (8 Euro) Eintritt pro Person. Wir hatten gezahlt und kurz danach schon eine Stimme aus dem Lautsprecher gehört und wussten, wir würden am liebsten direkt umdrehen. Die „Show“ ist für uns absolut nicht empfehlenswert. Ja, die Delfine kommen dort am Morgen angeschwommen, weil sie wissen, sie bekommen etwas Futter. Es ist alles „geregelt“ und unter „strenger Aufsicht“ – bedeutet, sie bekommen nur einen Prozentanteil der Nahrung die sie am Tag benötigen, damit sie nicht verlernen, selbst auf die Jagd zu gehen, etc. Wir jedoch haben es wirklich als reine Showeinlage empfunden und daher existieren auch keine Bilder oder sonstiges. Wir haben uns einfach nur geärgert – über diese Aktion, Delfine anzulocken, damit Touristen diese anschauen können, teilweise selbst füttern dürfen und überhaupt. Gar nicht unser Ding. Als alles vorbei war, haben wir weit hinten noch Delfine sichten können – das war dann unser kleines „Highlight“ dort. Weiter ging es dann zur Litte Lagoon und die ist wirklich toll – man kann hier unglaublich viel Wassersport treiben, einfach relaxen, schwimmen oder eben Drohne fliegen 😉

Weiter ging es dann noch zum Eagle Bluff – eine wirklich tolle Aussicht hat man dort. Auch hier waren wir auf Empfehlung, aber dort ist es auch super! Man hat zwar einen kurzen Weg, den man über Gravel Road – eine Schotterstraße – fahren muss, aber der Ausblick ist mega. Wir haben dort liebe ältere Menschen getroffen, die uns dann noch geholfen haben, Tiere zu sehen. Unseren Blick dafür müssen wir noch üben 😉 Man hat hier die Möglichkeit, da das Wasser zu Beginn nicht allzu tief ist und sehr, sehr klar, dass man allerlei Tiere sehen kann – seien es Haie, Schildkröten, Mantas oder sonstiges. Wir hatten Glück und haben Haie sichten können! Danach ging es noch an mehrere Aussichtspunkte, bevor wir dann wieder an einen Schlafplatz gefahren sind. Am nächsten Tag stand für uns die Entscheidung an, ob wir zum Mount Augustus – dem größten Stein der Welt (und nicht wie viele vermuten würden, der Uluru ;)) fahren oder nicht. Uns war klar, dass es ca. 320 km einfacher Weg nur Gravel Road ist und dies bedeutet, dass wir keinen Versicherungsschutz haben für unsere Katie, viel roter Staub und lange Fahrtzeiten – gegenüber stand dem natürlich das Abenteuer, das Outback-Feeling und die Wanderung auf den Mount Augustus. Also war die Entscheidung dann recht schnell getroffen, auch wenn uns im letzten großen Ort an der Küste abgeraten wurde. Wir wollten ins Outback! Erste Eindrücke sollen euch diese Bilder verschaffen und im nächsten Beitrag berichten wir ausführlich über unsere weitere Route!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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