Roadtrip durchs Outback, Wanderung auf den Mount Augustus und der Karijini Nationalpark!

Wir hatten uns reichlich informiert, viele Blogs anderer gelesen und geschaut, was die Straßenberichte so sagen. Man kann zum Mount Augustus fahren und die Straßen – auch wenn es Gravel Roads sind – seien für 2WD Autos freigegeben. Also dachten wir uns, kann das ja alles nicht so schwierig sein. Unsere Katie hat leider nicht eine allzu weite Reichweite, daher mussten wir uns noch einen Kanister kaufen und natürlich hatten wir auch genügend Essen und Wasser dabei. Denn uns wurde in Carnavon noch gesagt, dass wir besser mehrere Ersatzreifen haben sollten (ups, wir haben einen!) und naja, eigentlich macht man es eher nicht und vielleicht sehen wir auch eins, zwei Autos mal. Aber viel Wasser trinken und nie vom Auto weggehen. Na, die können einen ja Mut machen!

Wir haben uns also vollbeladen mit Sprit, Wasser und viel Essen auf den Weg gemacht und die ersten Kilometer waren schon etwas anstrengend. Alles wackelt, man kann nur 40 km/h fahren und die Kilometer werden einfach nicht weniger. Ja, aber dann – die Landschaft, wirklich toll und einzigartig. Es wird etwas karger, dann ab und an blühen ganze Landstriche auf Grund der Wildblumen und hier und da sehen wir auch allerlei Tiere. Für uns war es mega beeindruckend, mitten im Nirgendwo haben wir uns einen Kaffee gemacht, uns ausgeruht, bis wir dann tatsächlich nach 320 Kilometern angekommen sind. Die Fahrt hat lange gedauert, aber wir wussten sofort, es hat sich gelohnt! Schon aus weiterer Entfernung konnten wir den Mount Augustus sehen und umso näher wir kamen, umso beeindruckender wurde es!

Wir waren so froh, keinen Ersatzreifen benötigt zu haben und uns hat tatsächlich jemand überholt! Ein liebes, älteres Paar, die wir dann auf dem Campingplatz wieder getroffen haben. Somit haben wir uns dann erstmal etwas gekocht, uns mit anderen unterhalten – allesamt Australier, die ihr eigenes Land bereisen, sonst keine weiteren Touristen. Wir haben dann auch zu hören bekommen, dass leider kaum Touristen hierhin fahren – eben weil es ein weiter Weg ist, man nicht so einfach hinkommt wie zum Ayers Rock und ja schon prinzipiell viel weniger Touristen an der Westküste Australiens sind. Dabei ist dies der eigentlich größte Stein der Erde, aber er ist eben nicht das Wahrzeichen. Uns war dies völlig wurscht, wir waren beeindruckt von dem Anblick und uns war klar – wir wollten die Wanderung nach ganz oben machen (12 Kilometer). Aber erstmal haben wir den Abend mit einem Glas Wein ausklingen lassen, weil der Tag einfach zu schön war!

Am nächsten Tag sind wir dann früh aufgestanden und letztendlich um kurz vor halb acht gestartet. Man sollte sich direkt am Campingplatz eintragen, dass man an diesem Tag die Wanderung macht – und hier am Abend dann auch wieder austragen. So wissen die Menschen dort Bescheid, wer unterwegs ist und wieder zurückkommen sollte. Kaum waren wir am Startpunkt angekommen, sah das Wetter leider nicht so gut aus – es waren dicke Wolken über uns, in weiter Ferne regnete es, kalt und windig war es auch noch. Also entschieden wir uns erstmal nicht loszuwandern, sondern den Loop zu fahren. Das ist ein Rundweg von 49 Kilometern – um den Mount Augustus. Als wir dann wieder am Startpunkt waren, war ein wolkenloser, blauer Himmel über uns. Los gings!

Der Weg war für uns super zu laufen – pro Strecke sind es 6 Kilometer, die sich in der Schwierigkeit etwas abwechseln. Wir haben den Aufstieg sehr genossen und waren auch recht flott an der Spitze angekommen. Dort kann man sich dann in ein Buch eintragen – an diesem Tag waren wir die einzigen, die den Aufstieg gemacht haben. Man hat während der Wanderung einen tollen Blick in die Ferne und von ganz oben erst recht. Wir waren in jedem Fall sehr stolz auf uns, das geschafft zu haben und dass wir es gewagt haben, dorthin zu fahren. In dem Moment war uns auch völlig schnuppe, ob wir vielleicht eine Strafe zahlen sollten, weil wir ins Outback gefahren sind, oder aber wir noch vier Reifen kaputt fahren – alles egal. Es zählt nur dieser Moment.

Die Aussicht!
Die Aussicht!

Als wir kurz Pause gemacht haben, etwas gegessen und getrunken haben, kam dann der Abstieg. Seltsamerweise war dieser tatsächlich anstrengender als der Aufstieg. Für uns war dieser Ausflug und die Wanderung eines der absoluten Highlights unserer Reise bis dorthin! Am Abend gab es wieder Wein, leckeres Essen und tolle Unterhaltungen mit den anderen reisenden Australiern. Am Morgen hatten wir noch einmal einen tollen Blick auf den Mount Augustus und sind dann weitergefahren – unsere Pläne wie und wohin wir fahren, haben wir am Abend zuvor mit den anderen Leuten immer wieder umgeschmissen. Jeder hatte neue Tipps oder hat bestimmte Strecken gefahren, die weniger gut oder eben besser waren. Es sollte für uns also in den Norden gehen – nächster Halt der Karijini Nationalpark. Die Strecke war noch viel angenehmer zu fahren. Natürlich wieder Gravel Road – aber diesmal noch viel schöner anzusehen. Wir waren so unendlich froh, diese Tour gemacht zu haben. Echt toll! Am Abend haben wir es uns an unserem Schlafplatz noch etwas gemütlich gemacht – die Campingstühle ausgepackt und etwas Wein gab es auch 😉 und viel Kerzenlicht und viele Runden Kniffel!

Weiter ging es für uns dann in den Karijini Nationalpark und er ist wirklich so schön wie alle sagen und wie man zu hören bekommt. Da gerade Ferien waren, war es verhältnismäßig voll, aber wir konnten unsere Wanderungen durch den Park dennoch sehr genießen und waren sogar in den vielen natürlichen „Pools“ schwimmen. Auch wenn es kalt, naja eher arschkalt war! Aber nach kurzer Überwindung geht es dann doch – einfach nur in Bewegung bleiben 😉

Wir wollten euch gerne erzählen, was wir so die Tage an der Westküste getrieben haben. Auch hier folgt dann noch ein ausführlicher Bericht – besonders zu unserem Trip zum Mount Augustus. Im nächsten Blogbeitrag nehmen wir euch dann mit nach Exmouth, Coral Bay und dann folgt auch schon der Südwesten!

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