Thailand – Krabi, Khao Sok Nationalpark und unsere ersten Eindrücke!

Nach unserem letzten Flug mitten durchs Gewitter und viel holprigem Auf und Ab waren wir beide nicht ganz so scharf darauf wieder ins Flugzeug zu steigen. Zudem waren wir knapp dran und hatten keinen Ausreiseflug vorzuweisen (normalerweise Pflicht) und haben uns alle Mühe gegeben, dass der nette Herr beim Check-In uns bloß nicht fragt, wann wir denn gedenken Thailand wieder zu verlassen. Ging alles gut, ebenso der Flug, allerdings haben wir wirklich vor lauter Regen und Dunst rein gar nichts während dem Flug sehen können – erst ca. eine Minute vor Landung konnten wir ein wenig erkennen, wo es uns nun hinverschlagen hat. In Krabi gelandet sind wir vom Regen regelrecht erschlagen worden – ooooookay, also langsam das Gepäck geholt, eine SIM Karte besorgt und eine Fahrt in die Stadt organisiert. Der Versuch uns Zeit zu lassen, denn bis dahin ist der Regen vielleicht weniger oder sogar ganz weg schlug total fehl und wir wurden klatschnass schon alleine beim schnellen Reinhüpfen in den Bus. Für die erste Nacht sollte es in ein einfaches Gästehaus gehen, damit wir in Ruhe entscheiden können wo es dann hingeht. Unser kleiner Minibus konnte uns nicht mal bis dort hinbringen, da mehrere Straßen komplett unter Wasser standen. Vorab hatten wir uns ein wenig informiert und irgendwie nur registriert, dass es auf den Inseln im Golf von Thailand so schlimm geregnet hat, aber dass das Wetter in Krabi ebenfalls so ist, ging völlig an uns vorbei. Somit gab es noch eine Suppe am Abend für uns, Unterhaltungen mit einer alleinreisenden Spanierin und eine erholsame Nacht. Krabi Town hat nicht so wirklich viel zu bieten, vielleicht ist dieser Eindruck jedoch auch durch das Wetter entstanden – außer einen echt coolen Markt! Es gab für uns daher Früchte zum Frühstück und Mango Sticky Rice – mögen wir!!!

Wir hatten uns dann auf den Weg nach Ao Nang gemacht mit einem öffentlichen Taxi (der Weg von ca. 17 km kostete uns pro Person 50 Baht, ca. 1,25 Euro) und waren dort in einem Hostel direkt am Strand. So richtig warm wurden wir zunächst nicht mit Thailand, das Wetter war nicht besonders, irgendwie waren die Menschen auch nicht soooo freundlich wie wir es bisher aus Asien kannten, der Strand überfüllt und einfach unwahrscheinlich laut, weil hier massig von Longtailbooten abfahren. Diese sehen auf Bildern immer so wunderschön aus – sind sie auch, wenn sie den Motor auslassen würden. Da das Wetter nicht so viel hergab, sind wir nur ein wenig spazieren gegangen, haben frische Säfte getrunken, gut gegessen und uns an den Strand gelegt. Weiter ging es für uns am nächsten Tag mit einem der soeben besagten Boote zum Tonsai Beach (die Fahrt dauert ca. 15 Minuten und kostet 100 Baht pro Person, ca. 2,50 Euro). Dort angekommen haben wir erstmal unsere Unterkunft, die wir vorab gebucht hatten, aufgesucht, unser Gepäck abgegeben und uns dann umgeschaut. Nach Gesprächen mit Freunden und auch anderen Touristen und Einheimischen wurde schnell klar, hier sieht es längst nicht mehr aus wie vor wenigen Jahren noch.

Wir wurden vor dem Tonsai Beach Resort abgesetzt und man muss von dort einen wirklich unschönen, voll verdreckten Weg an einer Mauer (Abgrenzung zum Resort) entlanglaufen um zu allen anderen Bars und Unterkünften zu gelangen. Neben dem Resort gibt es ein weiteres, wirklich riesiges Gebiet, was mit einer Mauer umgeben ist – dies ist nämlich nun auch privates Land und hier soll ein weiteres Resort entstehen. So leicht lassen wir uns jedoch nicht abschrecken, daher haben wir die Zeit hier dennoch voll genossen. Es gibt schöne Bars, gutes Essen und viele gemütliche Ecken, die zum Verweilen einladen. Zudem kann man zum benachbarten Railay Beach laufen und dieser ist unglaublich schön für einen relaxten Strandtag. Das Wasser herrlich klar. Es ist sogar so schön, dass wir die lauten Boote tatsächlich ausblenden konnten und es uns hier einfach gut ging!

Leider waren anderthalb Tage auch davon geprägt, dass wir beide etwas nicht vertragen haben und somit unser Bett, bzw. unsere Terrasse liegend nicht verlassen haben. Nur etwas Cola, viel Wasser und ein paar Tabletten gab es für uns. Dies half auch flott, sodass wir schnell wieder fit waren und Richtung Khao Sok Nationalpark aufgebrochen sind. Wir sind mit einem Minibus gefahren und die Fahrt dauerte ca. 2,5 Stunden – der Preis hierfür war von Ao Nang 350 Baht pro Person, also ca. 9 Euro. Man wird direkt am Eingang der „Stadt“ oder sagen wir besser des kleinen Örtchens rausgelassen und quasi Taxifahrern übergeben und soll dann, egal wie weit man es hat (die ersten Unterkünfte sind bereits nach 250 Metern und am weitesten sind die mit ca. 2,5 km) 50 Baht pro Person bezahlen (ca. 1,25 Euro). Wir waren eine echt coole Gruppe mit zwei befreundeten Türken, die in Istanbul leben und einem Paar aus Israel und beschlossen alle gemeinsam zu laufen – ist ja keine Strecke, wenn man bedenkt, dass wir auf Bali schon einmal 7 Kilometer mit Sack und Pack zurückgelegt haben. Schon nach kurzer Zeit verabschiedeten wir uns von den anderen und kamen an unserem Bungalow an – diese waren sehr neu, absolut sauber und sehr günstig. Optimal um hier eine Nacht zu verbringen, bevor es IN den Nationalpark gehen sollte.

Erst einmal Informationen zu den Touren eingeholt, die angeboten werden und schnell festgestellt – hier herrscht mittlerweile ein Einheitspreis. Es gibt keine Unterschiede, lediglich in welchen Hütten man letztendlich untergebracht wird – dies ist aber nicht wirklich durchschaubar, also haben wir direkt in unserer Unterkunft gebucht. Da auf Grund der aktuellen Wetterlage wohl recht viele abgesagt haben, war unser Glück, sodass wir sogar unsere großen Rucksäcke (dies ist sonst nicht möglich – man darf nur Handgepäck mitnehmen) mitnehmen durften. Für uns sollte es danach nämlich weiter nach Surat Thani gehen und der Eingang zum Nationalpark (an dem wir dann auch wieder abgesetzt werden) liegt genau auf der Hälfte der Strecke.

Wir wurden am nächsten Tag kurz vor neun abgeholt, haben noch weitere Leute eingesammelt und kurz bevor wir am Pier ankamen, wurde noch schnell an einem Supermarkt angehalten um sich evtl. noch etwas zu besorgen oder schnell an den Streetfood Ständen etwas zu essen. Dann kamen wir zum Pier, mussten Eintrittsgeld für den Nationalpark in Höhe von 300 Baht pro Person (ca. 8 Euro) zahlen und ab gings aufs Boot. Der See, die Aussichten sind wirklich traumhaft schön! Die Fahrt allerdings zu unseren Hütten dauerte gut 1 Stunde und dementsprechend taten uns ganz schön die Hintern weh 😉 Entschädigt wurden wir mit sehr gutem Essen, einfachen Hütten aber in absolut traumhafter Lage – direkt auf dem See, auf dem Wasser. Sowas haben wir auch noch nie gemacht.

Nach kurzer Erholung ging es direkt wieder los zu einer Wanderung durch den Regenwald und eine Höhle. Eine einzigartige Erfahrung. Es hatte die Tage zuvor viel geregnet, sodass sobald wir mit dem Boot an einer anderen Stelle anlegten, direkt im Matsch losmarschiert sind. Schon nach wenigen Metern stand die erste Flußdurchquerung an – na gut, dann geht man halt einfach mit Schuhen ins Wasser. Ähm ja, da standen wir dann und die Durchquerung sah so aus, dass wir komplett schwimmen mussten, weil das Wasser so hoch war! Pitschnass auf der anderen Seite angekommen ging es noch gut eine Stunde so weiter – das Wasser war nicht mehr ganz so hoch, aber durchquert haben wir es noch einige Male. Leider war die ganze Wanderung davon geprägt, dass erneut Regen erwartet wurde und wir uns beeilen mussten, damit wir die Höhle noch durchqueren können. Sollte der Wasserstand auf Grund des Regens zu hoch steigen, würden wir am anderen Ende nicht mehr rauskommen. Das waren ja ausgezeichnete Bedingungen.

Letztendlich ging aber alles gut, wir erreichten die Höhle durch die man ca. 40 Minuten durchläuft. Der Wasserstand war teilweise wirklich so hoch, dass wir auch hier schwimmen mussten – das zudem im völlig Dunklen mit ganz vielen, riesigen Spinnen um uns rum! Das war definitiv ein Erlebnis 😉 Wir hatten eine tolle Gruppe mit denen wir dann gemeinsam auch zu Abend gegessen haben und uns über die unterschiedlichsten Dinge ausgetauscht haben! Am nächsten Morgen ging es früh aus dem Bett, denn direkt um sieben fuhren wir noch einmal eine Stunde mit dem Boot umher, um einige Tiere entdecken zu können. Bis auf ein paar Affen blieb dies allerdings erfolglos 😉 Danach gab es für uns noch Frühstück und eine weitere Wanderung, bzw. etwas Erholung im Wasser, bevor für uns alle die Reise weiterging. Einen Ausflug in den Khao Sok Nationalpark würden wir jedem ans Herz legen – so unglaublich schön!

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