Ein paar kleine Gedanken zwischendurch…

…ein wenig angelehnt an unseren letzten „gedanklichen“ Beitrag, dass wir eben keine Weltreise-für-immer-und-ewig wollen. Es geht diesmal nicht darum, warum wir dieses nicht wollen, sondern, dass wir lernen können, die Dinge vor Ort wieder mehr zu schätzen.

Die Frage – in unserem Fall – stellt sich ja doch irgendwie, warum man erst so weit weg verreisen muss, um viele kleine Dinge hier wieder mehr zu erkennen. Wir sind so unendlich dankbar, diese Reise gemacht zu haben, viele Menschen kennengelernt zu haben, davon sind einige wirklich echte Freunde geworden, viele Grenzerfahrungen gemacht zu haben. Wir haben traumhafte Landschaften sehen dürfen und uns durch alle möglichen kulinarischen Köstlichkeiten (ok, manchmal auch nicht, aber das war eher die Ausnahme;)) probiert. Fest steht für uns auch, dass dies sicher nicht die letzte längere Auszeit war, die wir uns genommen haben. Ganz sicher machen wir dies nochmal. Und nochmal. Und nochmal.

Die letzten Jahre haben wir immer mehr darauf geachtet, dass zu tun, was uns gut tut und Spaß macht. Und genau deswegen haben wir auch beschlossen, diese Reise zu machen. Für uns war es in diesem Sinne kein Ausbrauch aus dem Alltag, weil man das Leben hier gerade etwas „satt“ hat. Natürlich hatten wir wahnsinnig große Vorfreude (und die ist ja bekanntlich die schönste), aber vor allem haben wir zu dieser Zeit und jetzt sogar noch mehr, versucht, eben auch den Alltag in allen Zügen zu genießen. Klar, gehört da eben auch dazu, mal keine Lust auf den Job zu haben oder gewisse Dinge erledigen zu müssen (auch uns nervt es, gefühlt eine Stunde am Postschalter anzustehen, die Steuererklärung zu machen..). Die Kunst dabei ist es, den Ausgleich zu schaffen. Für uns stellt das Reisen keinen „Ausbruch“ aus dem Alltag oder gar eine „Flucht“ dar. Oft ist das einzige Ziel eben zwei, drei Wochen im Jahr es zu schaffen, auszubrechen und dann Urlaub zu machen. Reisen hat für uns einen anderen Wert über all die Jahre bekommen.

Das Leben lebenswert zu gestalten sollte doch irgendwie unser aller Ziel sein und eben nicht nur auf wenige Wochen im Jahr „zu warten“. Dabei lieben auch wir es, zu planen, zu schauen wo wir hinfahren wollen/werden und sobald etwas feststeht, ist die Vorfreude jeden Tag zu spüren. Aber ich bin unendlich froh, dass wir es geschafft haben, uns auch jeden Tag im Alltag zu erfreuen, uns bewusst zu sein, wie toll das Leben ist.

 

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