Sri Lanka

Genau ein Jahr ist es jetzt her, dass wir nach Sri Lanka gereist sind. Deshalb ist bestimmt das Fernweh gerade jetzt so groß – der März war immer unsere Reisezeit, damit wir den Sommer für uns etwas früher einleiten konnten.
Warum genau es Sri Lanka geworden ist, können wir im Nachhinein gar nicht mehr sagen, dafür können wir umso bestimmter sagen, dass es sich mehr als gelohnt hat und für uns definitiv wieder eine Reise wert ist!
Wir haben uns einen günstigen Flug heraugesucht, ca. 500 Euro pro Person mit Emirates von Düsseldorf über Dubai nach Colombo. Weiter haben wir uns dann für die erste Zeit eine Unterkunft an der Westküste – Koggala – herausgesucht. Dort hatten wir Frühstück inklusive und ein super sauberes Zimmer. Auch der Strand war spitze – allerdings sehr hoher Wellengang, sodass ein Schwimmen nicht immer ganz so einfach war und Maria direkt am ersten Tag ihre Brille verloren hat. Zum Glück war es nur die Sonnenbrille, aber da diese mit Stärke war, war das schon etwas unglücklich gelaufen 😉
Wir wollten direkt nach Ankunft in Colombo mit dem Zug weiter zu unserer Unterkunft fahren, die mit dem Zug etwa zwei Stunden entfernt war. Leider fuhr der nächste Zug jedoch erst ca. vier Stunden später, sodass wir uns haben überreden lassen, mit einem TukTuk zu fahren. Wir saßen somit sage und schreibe vier Stunden in dem Ding mit zwei riesengroßen Gepäckstücken 😉 und waren hundemüde – aber einschlafen war sowohl bei der Fahrweise des Fahrers, als auch bei der Offenheit des TukTuks gefährlich 😉 Todmüde angekommen sind wir dann nur noch an den Strand und haben es uns gut gehen lassen.
Die nächsten Tage haben wir die ganze Westküste nach und nach erkundet. Dabei haben wir jede einzelne Zugfahrt geliebt – es gibt keine bessere Erfrischung als sein Kopf während der Fahrt ein wenig aus den offenen Türen zu halten 😉 So waren wir unter anderem in Mirissa. Dort hat uns vor allem sehr gut gefallen, dass es nicht so extrem touristisch war. Die Preise waren hier absolut fair, sei es für Kleidung, geöpferte Ware oder auch Früchte oder anderes Essen. Maria hat hier ein Kleid für die Tochter einer Freundin gekauft und noch zwei Kleider für sich und die liebe Verkäuferin, die am Straßenrand stand, wollte dafür umgerechnet keine zwei Euro. Hier dann einzukaufen und auch gerne dann etwas mehr noch an Geld zu geben, bereitet doch mehr Freude, als wenn man z.B. in der Altstadt von Galle „angefleht“ wird ein Kinderkleid für umgerechnet 15 Euro zu verkaufen. Wir geben immer gerne und lassen gerne Geld vor Ort, allerdings ist es kein schönes Gefühl, wenn man sich einfach nur ausgenutzt vorkommt.
Schon nach kurzer Zeit haben wir unseren eigenen TukTuk Fahrer gehabt. Er war einige der wenigen der einen absolut fairen Preis von uns haben wollte und uns sogar auf Abruf wieder dort abgeholt hat, wo er uns abgesetzt hat. Zudem ist er mit uns einige Sachen und Wege abgefahren, die wir ohne ihn sicher nicht entdeckt hätten. Wir sind somit viele Tage mit ihm gefahren oder wenn es eben weiter weg war mit dem Zug. Er hat uns auch das beste Essen besorgt und war überhaupt sehr aufmerksam – Thomas hatte z.B. einmal einen echt fetten Sonnenbrand auf der Nase und bei der nächsten Fahrt kam er dann in den Genuss frisch geschnittene Aloe Vera direkt draufschmieren zu können. Solltet ihr also in Kürze das wunderschöne Land besuchen wollen und euch an der Westküste (in der Nähe von Unawatuna) aufhaltet, könnt ihr uns gerne anschreiben – wir empfehlen ihn euch dann gerne weiter und teilen ihm eure Nummer mit, denn er hat mittlerweile auch WhatsApp 🙂
Sehr verliebt haben wir uns auch in die Stadt Galle und waren desöftern dort. Meist sind wir mit dem Zug dorthin gefahren und haben uns dann den ganzen Tag dort treiben lassen, sind zum Essen eingekehrt und an der Küste entlang spaziert. Hier und da entdeckt man einen schönen Tempel oder auch einen Markt, der sich schon alleine wegen der tollen Gerüche überall lohnt!

20150328_115859

Natürlich sind wir auch ins Landesinnere gefahren um z.B. Kandy zu besuchen. Dort haben wir kurzerhand eine Unterkunft über booking.com gebucht und bekamen auch hier – wie überall sonst auch – einen super leckeren, erfrischenden Begrüßungsdrink und hatten jeden Morgen sehr liebevoll zubereitetes Frühstück. Die Züge hatten wir ganz kurzfristig gebucht, wir wollten sowieso jedoch in der dritten Klasse fahren und hier kann es eigentlich nur sehr sehr voll werden, mitgenommen wird man aber eigentlich immer 🙂 Wir haben den Kontakt zu den Einheimischen sehr genossen und auch wurde uns immer sehr freundlich weitergeholfen oder uns Tipps gegeben. Was zudem absolut genial beim Zugfahren dort ist, dass auf der ganzen Strecke die unterschiedlichen Menschen durchlaufen mit dem absolut genialsten Essen! Sei es frisches Obst, Maiskolben, frisch gebratener Reis in Bananenblättern oder aber auch nur Knabbereien, die man sich direkt selbst abgerissen hat – von einem Herren, wie er auf dem Foto zu sehen ist 😉
20150403_122245
Advertisements